Es ist eine der heikelsten Fragen in der deutschen Asyldebatte und wird häufig politisch instrumentalisiert: Sind Geflüchtete krimineller als Deutsche? Um die Frage zu beantworten, stützen wir uns auf die polizeiliche Kriminalstatistik und die kürzlich erschienene Studie Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland. Das Fazit: durch mehr Geflüchtete, das heißt durch mehr EinwohnerInnen, gibt es auch mehr Gewalttaten. In einigen Bereichen sind Geflüchtete, so die Zahlen, krimineller als Deutsche – doch die Zahlen können trügen, warnen selbst die Verfasser der Studien. Die Aussage, dass Flüchtlinge krimineller sein sollen als Deutsche, stimmt teilweise, ist aber vereinfachend.
Laut der polizeilichen Statistik für das Jahr 2016 hat es in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr weniger Strafanzeigen gegeben – wenn man ausländerrechtliche Verstöße unberücksichtigt lässt. Das ist deshalb sinnvoll, weil es sich dabei um Verstöße handelt, die nur AusländerInnen begehen können, und die daher die Statistik verzerren. Ein Beispiel wäre ein Aufenthalt in Deutschland ohne gültiges Bleiberecht. Der leichte Rückgang von Strafanzeigen von 2015 auf 2016 ist insofern bemerkenswert, als dass die Zahl der EinwohnerInnen im gleichen Zeitraum zugenommen hat. 2015, dem ersten Jahr, in dem die Zahl der Geflüchteten in Deutschland stieg, blieb die Anzahl der Strafanzeigen auf dem Niveau des Vorjahres. Betrachtet man die Entwicklung aller Strafanzeigen einschließlich ausländerrechtlicher Vorstöße, so stieg die Kriminalität von 2014 auf 2015 um 4,1 Prozent und von 2015 auf 2016 um 0,7 Prozent (hier auf Seite 8).
Eindeutig angestiegen ist aber, laut der polizeilichen Kriminalstatistik, die Zahl der Gewaltdelikte. Zwischen 2002 bis 2007 stieg die Zahl der Strafanzeigen von Gewaltkriminalität, zwischen 2008 und 2014 war sie rückläufig und seit dem Jahr 2015 stieg sie erneut an (hier auf Seite 79). „Es gibt weniger Wohnungseinbrüche, Ladendiebstähle und Betrugsdelikte. Aber mehr Gewaltdelikte aller Art, mit Ausnahme von einem Rückgang bei den Raubdelikten“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einer Pressemitteilung.
Laut der Polizeistatistik ist der Anteil der Strafanzeigen gegen Zugewanderte gestiegen. Die Kriminalstatistik umfasst unter der Kategorie „Zuwanderer“ Personen mit Aufenthaltsstatus „Asylbewerber“, „Duldung“, „Kontingentflüchtling/ Bürgerkriegsflüchtling“ und „unerlaubt“ – Personen mit positiv abgeschlossenem Verfahren gehören nicht dazu. 2014 verübten die Zugewanderten 3,0 Prozent aller Strafanzeigen in Deutschland, ein Jahr später 5,7 Prozent, 2016 dann 8,6 Prozent. Damit sind Zugewanderte in der Kriminalstatistik überrepräsentiert: nach Schätzungen des Tagesschau-Faktenfinder stellen sie insgesamt einen Anteil von knapp 2 Prozent an der Gesamtbevölkerung dar. In einigen Kategorien von Gewaltdelikten war der Anteil von Zugewanderten 2016 sogar noch höher, zum Beispiel bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung (2016: 14,9 %), Raub (14,3 %) und Straftaten gegen das Leben (12 %). Die Polizeistatistik scheint also zu belegen, dass Geflüchtete krimineller sind als Deutsche. Doch die Wahrheit hinter den Prozentzahlen ist komplexer.
Interpretationsprobleme der Statistik
Zum einen ist da die oben genannte Definition: anerkannte Asylberechtigte erscheinen in der Kriminalstatistik nicht als „Zuwanderer“, sondern als „Nichtdeutsche.“ Darunter werden alle Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, auch EU-BürgerInnen, erfasst. Informationen darüber, wie groß der Anteil der anerkannten Asylberechtigten an dieser Gruppe ist, hat das Bundeskriminalamt nicht (hier auf Seite 73). Anders formuliert kennen wir also nicht die genaue Anzahl der Strafanzeigen gegen alle Geflüchtete, sondern lediglich die Strafanzeigen gegen die „Zuwanderer” im Sinne der Kriminalstatistik, das heißt die Personen, deren Aufenthalt noch ungeklärt ist oder abgelehnt wurde.
Hinzu kommen zwei weitere Aspekte. Erstens: die in der polizeilichen Statistik erfassten Strafanzeigen sind nicht mit tatsächlich begangenen Straftaten zu verwechseln. Ob der Verdächtige auch wirklich der Täter ist, wird nicht von der Polizei, sondern von der Staatsanwaltschaft geprüft – und taucht in der Polizeistatistik nicht auf. Zweitens: Nicht alle Straftaten, die begangen werden, landen als Anzeigen bei der Polizei – es gibt vielmehr eine hohe Dunkelziffer unentdeckter oder nicht angezeigter Delikte. Fachleuten zufolge werden von AusländerInnen verübte Delikte deutlich häufiger angezeigt als solche, bei denen der oder die Tatverdächtig deutsch ist. Wie groß dieser Unterschied ist, lässt sich schwer einschätzen.
Gewaltdelikte von Geflüchteten werden laut der Studie Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland der Kriminologen Christian Pfeiffer, Dirk Baier und Sören Kliem „mindestens doppelt so oft angezeigt“ (hier auf Seite 3). Besonders offensichtlich sei dies bei Vergewaltigungsdelikten. Der sagte Pfeiffer, dass die Anzeigequote bei 44 Prozent liegt, wenn der Tatverdächtige Ausländer ist, sich aber auf 18 Prozent reduziert, wenn der Tatverdächtige und das Opfer Deutsche sind. Laut den drei Kriminologen sollen Medien und Politik unbedingt auf diesen Verzerrungsfaktor hinweisen, wenn von Gewaltkriminalität durch Geflüchtete die Rede ist.
Was sagt die kriminologische Forschung?
Anders als die polizeiliche Kriminalstatistik basiert die Studie von Pfeiffer, Baier und Kliem auf Daten, die vom Niedersächsischen Innenministerium bereitgestellt wurden und die unter der Kategorie „Flüchtlinge“ sowohl Asylberechtigte als auch AsylbewerberInnen erfassen. Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie und Jugend (BMFSFJ) erstellt wurde und Anfang des Jahres für Schlagzeilen sorgte, beschränkt sich auf Gewaltdelikte in Niedersachsen, ist allerdings laut den Autoren auf die ganze Bundesrepublik übertragbar. Denn Niedersachsen sei im Hinblick auf die sozialen Faktoren, die für Kriminalität relevant sind, ein Durchschnittsland. Das Fazit: nach jahrelangem Rückgang stiegen die Gewalttaten im Zeitraum von 2015 bis 2016 insgesamt um 10 Prozent wieder an (hier auf Seite 2). Die Zunahme der Gewaltkriminalität sei maßgeblich Flüchtlingen zuzurechnen. Die Quote der Geflüchteten bei allen aufgeklärten Fällen ist seit 2014 von 4,3 auf 13,3 Prozent angestiegen (hier auf Seite 2). Doch auch hier muss man differenzieren.
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Zu knapp der Hälfte, schreiben die Autoren, lässt sich die erhöhte Gewaltquote von Flüchtlingen damit erklären, dass sich die Zahl der registrierten Geflüchteten zwischen 2014 und 2016 mehr als verdoppelt hat: mehr EinwohnerInnen, egal welcher Herkunft, bedeutet in der Regel auch mehr Gewalttaten. Außerdem sollten wichtige Faktoren der kriminologischen Forschung in Betracht gezogen werden, wie zum Beispiel der hohe Anteil an jungen Männern bei Gewalt- und vor allem bei Sexualdelikten, und die prekäre soziale Lage. In allen Ländern der Welt, und das gilt auch für Deutschland, werden Gewalttaten vor allem von jungen Männern zwischen 14 und 30 Jahren verübt – in sozial prekären Lebenssituationen und Wohnverhältnissen (zum Beispiel in Flüchtlingsunterkünften) erhöht sich deren Anfälligkeit für Kriminalität zusätzlich. Vergleicht man die deutsche Bevölkerung mit den Geflüchteten, ist auffällig, dass letztere Gruppe im Schnitt männlicher, jünger und sozial schlechter positioniert ist. Unter den Geflüchteten, die nach Deutschland gekommen sind, sind also überproportional viele Personen, die auch in der einheimischen Bevölkerung besonders häufig straffällig werden. Dazu kommt das Fehlen der Frauen, die laut der Studie eine „gewaltpräventive und zivilisierende Wirkung“ haben.
Ein weiterer Belastungsfaktor ist laut der Studie die Akzeptanz der „Machokultur“: Die Geflüchteten stammen überwiegend aus muslimischen Ländern, die von männlicher Dominanz geprägt sind. Repräsentativbefragungen des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) sind zu dem Ergebnis gekommen, dass junge männliche Zuwanderer aus solchen Kulturen sogenannte gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen mehr verinnerlicht haben als gleichaltrige Deutsche oder in Deutschland geborene Jugendliche (hier auf Seite 3).
Gibt es Unterschiede innerhalb der Gruppe der Flüchtlinge?
Der Blick auf die einzelnen Herkunftsländer offenbart große Unterschiede: Zugewanderte aus Syrien, Irak und Afghanistan fallen deutlich seltener auf, Menschen aus Marokko, Algerien und Tunesien dagegen besonders oft. Allerdings: je gefährlicher der Fluchtweg nach Europa, desto höher ist der Anteil junger Männer. Ungefähr 50 Prozent der Geflüchteten aus Nordafrika, die vorwiegend über das Mittelmeer kommen, sind junge Männer. Von den Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, die vor allem über die Balkanroute einwanderten, sind nur 25 Prozent jung und männlich. Dazu kommt die unterschiedliche Anerkennungsperspektive: je geringer die Wahrscheinlichkeit eines positiven Asylbescheids ist (und das gilt besonders bei Nordafrikanern), desto höher die Anfälligkeit für Kriminalität (hier auf Seite 2).
Die Studie kommt dazu zu dem Ergebnis, dass die Gewalt von Geflüchteten sich vor allem gegen Geflüchtete selbst oder sonstige Ausländer richtet: mutmaßliche Opfer von gewalttätigen Geflüchteten sind laut Daten zu einem Drittel Deutsche.
Fazit: Noch nicht anerkannte Geflüchtete sind laut der polizeilichen Kriminalstatistik krimineller als Deutsche: Während sie 2016 nur 2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten, gingen 8,6 Prozent aller Strafanzeigen gegen sie. Vor allem an Gewaltdelikten ist laut der Studie von Pfeiffer, Baier und Klim der Anteil von Geflüchteten sehr hoch. Doch ist zu sagen, dass die Kriminalität von Deutschen und Geflüchteten anhand der vorhandenen Zahlen nur bedingt vergleichbar ist. So berücksichtigt beispielsweise die Statistik der Polizei lediglich Strafanzeigen und nicht rechtskräftig bestätigte Straftaten – und ausländische mutmaßliche TäterInnen werden viel öfter angezeigt als deutsche. Pfeiffer, Baier und Klim führen in ihrer Studie weitere sogenannte kriminologische Faktoren an, die den überproportionalen Anteil von Geflüchteten an Gewaltdelikten und Straftaten insgesamt relativieren: So sind unter den Flüchtlingen mehr junge Männer als in der Gesamtbevölkerung. Diese Gruppe ist die, die, egal in welchem Land, die meisten Straftaten verübt. Auch fehlende Zukunftsperspektiven spielen laut den Autoren eine entscheidende Rolle dabei, ob Geflüchtete kriminell werden – dies erkläre, dass vor allem Flüchtlinge aus Nordafrika auffällig würden. Aufgrund all dieser Faktoren, die die Statistiken verfälschen können, bewerten wir die Aussage, Flüchtlinge seien krimineller als Deutsche mit stimmt teilweise, ist aber vereinfachend.
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18 Gedanken zu „Sind Geflüchtete krimineller als Deutsche?“
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Zum einen ist da die oben genannte Definition: anerkannte Asylberechtigte erscheinen in der Kriminalstatistik nicht als „Zuwanderer“, sondern als „Nichtdeutsche.“ Darunter werden alle Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, auch EU-BürgerInnen, erfasst. Informationen darüber, wie groß der Anteil der anerkannten Asylberechtigten an dieser Gruppe ist, hat das Bundeskriminalamt nicht (hier auf Seite 73). Anders formuliert kennen wir also nicht die genaue Anzahl der Strafanzeigen gegen alle Geflüchtete, sondern lediglich die Strafanzeigen gegen die „Zuwanderer” im Sinne der Kriminalstatistik, das heißt die Personen, deren Aufenthalt noch ungeklärt ist oder abgelehnt wurde.
Diese Aussage beweist doch noch viel mehr, das Flüchtlinge „krimineller“ als deutsche sind, da anerkannte Flüchtlinge, laut ihrer Aussage, als nichtdeutsche und somit nicht als Flüchtlinge aufgeführt sind. Man kann ja vermuten, das somit ein großer Teil der „nichtdeutschen“ Flüchtlinge sind. Dies würde den Prozentsatz der kriminellen Flüchtlinge noch einmal deutlich anheben.
Grundsätzlich ist es richtig, was Sie sagen. Allerdings MUSS man darauf hinweisen, dass viele, die hier mit deutschem Pass leben, aber Migrationshintergrund aufweisen, von den ganzen Statistiken NICHT erfasst werden. Eine ehrliche Aussage wäre eine Statistik über den Kriminalitätsanteil von Menschen, die Migrationshintergrund haben im Vergleich zu denen, die diesen eben nicht haben.
Noch besser wäre eine Verurteiltenstatistik der Justiz als Vergleich.
Hier gab es vor kurzem einen Raubmord durch 4 Deutsche (Presseaussage). Tatsächlich waren es 4 Deutsche mit serbischem Migrationshintergrund.
Wenn wir diese Tatverdächtigen mit in diese Statistik reinnehmen, wird das Bild etwas realistischer sein.
Man kann zu dem Thema erst dann etwas Substanzielles sagen, wenn man die Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) des BKA und die Tabellen des Statistischen Bundesamts selbst auswertet. Ich tue das.
Ein Problem des Artikels ist, dass er von Flüchtlingen/Geflüchteten spricht. Tatsächlich weist die PKS neben Nationalitäten recht gesichert nur die Tatverdächtigenzahlen für Asylbewerber aus.
Ein anderes Problem ist, dass falsche Vorstellungen über Tatverdächtige / Täter vorherrschen. Als Tatverdächtige werden in den Statistiken nur dringend Tatverdächtige erfasst. Viele Straftaten sind zudem Offizialdelikte: Die Polizei ermittelt dann von sich aus, sie muss nur davon erfahren. Einen Deutschenbonus gibt es in diesem Fall nicht. Das gilt insbesondere bei “Mord und Totschlag”. Folgt man den Aussagen des Schlussabschnitts des Artikels, dann müssten die Ausländer- und Asylbewerberanteile bei Mord und Totschlag eigentlich niedriger sein als bei anderen Straftaten, da dabei der beschriebene “Deutschenbonus” wegfällt. Es ist aber genau umgekehrt.
Bei Mord und Totschlag ist ferner die Aufklärungsquote sehr hoch (bei fast 100 Prozent) und es kommen praktisch alle Taten zur Anzeige. In diesem Fall kann also recht salopp von Tatverdächtiger = Täter ausgegangen werden. Die Ergebnisse bleiben dennoch vergleichbar mit denen bei anderen schweren Gewaltdelikten. Deshalb spricht Einiges dafür, dass die im Schlussabschnitt genannten Effekte ohne wirkliche Bedeutung sind.
Gemäß meinen eigenen Berechnungen (auf der Grundlage der Originaldaten des BKA und des Statistischen Bundesamts) waren in 2017 Asylbewerber pro Kopf ca. 35 Mal so häufig Tatverdächtige für Mord und Totschlag wie Deutsche:
Ein anderer Punkt wird in dem obigen Artikel überhaupt nicht angesprochen: Die Kriminalitätsraten der verschiedenen Ausländernationalitäten sind charakteristisch für die einzelnen Nationalitäten. Untereinander (zwischen den Nationen) bestehen zum Teil enorme Unterschiede (zwischen Algerien und Japan z. B. ca. Faktor 200), von Jahr zu Jahr bleiben aber die jeweiligen Kriminalitätsraten weitestgehend konstant. Sie sind wie gesagt charakteristisch für die einzelnen Nationalitäten. Auffällig ist u. a. der riesengroße Unterschied zwischen Republik Kongo (sehr hohe Kriminalitätsraten) und Demokratische Republik Kongo (recht niedrige Kriminalitätsraten), und zwar seit mindestens 5 Jahren.
Man erkennt das Phänomen unmittelbar hier:
Sie müssten in Ihrem Artikel eigentlich solche Phänomene erklären können. Meiner Meinung können Sie das nicht. Ich glaube sogar, dass Sie davon noch nie etwas gehört haben, dabei sind es gerade solche Ergebnisse, die Sorgen bereiten.
Ich bin deshalb entschieden dafür, bei schweren Straftaten die Nationalität und den Aufenthaltsstatus zu nennen. Es kann nämlich sonst leicht zu einer generellen Ausländer- oder Südländerfeindlichkeit kommen. Viele übersehen, dass in unserem Land Ausländerpopulationen sind (z. B. aus Japan, China, Südkorea, Taiwan), die sich im Mittel viel weniger kriminell verhalten als die Deutschen selbst. Und dann gibt es andere, bei denen die Kriminalitätsraten durch die Decke gehen …
Der Autor der Internetseite mit den angeblich 505 Statistiken kann keine Kommas setzen. Top seriös, dem glaub ich alles.
Hier mal ein Zitat: „Auuserdem noch ein Beispiel” Nee danke. Bitte nicht.
505 Statistiken
https://luegenpresse2.wordpress.com/2016/10/16/statistiken-die-politiker-und-presse-immer-wieder-leugnen/
“Statistiken[,] die Politiker und Presse immer wieder leugnen!
Ihr kennt die Sprüche der Politiker und die Propaganda der Presse[,] obwohl sich die Presse dabei selbst widerspricht[,] wie folgende Liste zeigt.
Zu bedenken ist noch[,] das[s] Menschen mit 2 [besser: zwei] oder 3 [besser: drei] Pässen und deutscher Staatsbürgerschaft als Deutsche gezählt werden.
Au[ß]erdem noch ein Beispiel:
Ganz lächerlich wird es[,] wenn ein SPD[-]naher Polizeibeamter uns am Beispiel eines Durchgangslagers beweisen will[,] das[s] die Kriminalität nicht gestiegen ist.[ ]Er hat nur leider vergessen[,] dass[,] wenn die Herren nur 1 [besser: einen] Monat da sind[,] man die Straftaten mal 12 nehmen [besser: mit 12 multiplizieren] müsste für eine statistische Berechnung aufs Jahr gesehen.[ ]Da aber heutzutage selbst Studenten kaum noch [k]opfrechnen können[,] fällt das auch in TV[-]Diskussionen niemandem auf oder man bleibt lieber still[,] weil man seinen Job behalten will.
Hier die Liste des Schreckens[,] die beweist[,] das[s] sie uns einfach nur dreist ANLÜGEN!
Manche Straftaten könnten sogar um 90% gesenkt werden[,] wenn…
Beachtet auch die Links die [b]eweisen[,] das[s] Statistiken HERUNTERGERECHNET oder besser gesagt GEFÄLSCHT wurden![ ]Diese sind durch dickere Schrift geken[n]zeichnet.”
[Hinweis: Besonders mit der korrekten Verwendung der Konjunktion “dass” (inkl. der dazugehörigen Zeichensetzung) scheinen Sie noch Schwierigkeiten zu haben, hier empfiehlt sich ein Blick in den Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/dass%5D
Das Fazit widerspricht der eigenen vorhergehenden Analyse. Erst wird dargelegt, dass die Kriminalstatistik nichts über begangene sondern über angezeigte Straftaten aussagt und im Fazit gilt dann doch wieder: wer beschuldigt wird ist schuldig, da braucht man gar nicht erst die Rechtsprechung zu konsultieren.
Die einzige seriöse Art, diese Frage zu beantworten, wäre die Betrachtung der Verurteilungen. Selbst dann gäbe es immer noch einige Ungenauigkeitsfaktoren.
Nach allen vorhandenen Statistiken, gibt es bei allen weiblichen 70 bis 75 Jährigen, deren lebenden Eltern Pastafaris sind, keinerlei Unterschiede in der prozentualen Kriminalität, egal aus welchem Land Sie stammen.
traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
[T]raue keiner Statistik[,] die du nicht selber [besser: selbst] gefälscht hast[!]
Ich verstehe nicht, wie man mit dieser Argumentation zu dem Urteil “stimmt teilweise, ist aber vereinfachend” kommen kann. Erst werden die Probleme der Statistiken beschrieben und im Fazit wird dann doch wieder behauptet: “Noch nicht anerkannte Geflüchtete sind laut der polizeilichen Kriminalstatistik krimineller als Deutsche: Während sie 2016 nur 2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten, gingen 8,6 Prozent aller Strafanzeigen gegen sie.” Genau diesen Schluss kann man eben nicht ziehen, da es sich um StrafANZEIGEN handelt, wie zuvor ja dargelegt wurde!
Die ganzen genannten Faktoren, die die Kriminalitätsrate beeinflussen, machen die Frage, ob Geflüchtete krimineller als Deutsche sind, in etwa genauso sinnvoll wie die Frage, ob es Nachts kälter ist als draußen.
Der richtige Schluss wäre daher gewesen: die Frage ist zu vereinfachend und kann so nicht beantwortet werden! Denn hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das passt zwar nicht in Ihr Bewertungsschema, wäre aber trotzdem die bessere Option.
1) Bei Tötungsdelikten/Mord wird so oder so ermittelt, da brauch es keine Strafanzeige seitens eines Bürger. Von daher ist das Anzeigeverhalten für diese Kategorie zumindest absolut unrelevant.
2) Ja es sind “nur” Anzeigen, aber sie sind ein eindeutiger Indikator, wenn man davon ausgeht, dass Ermittlungen für die Gruppen Deutsche und Zuwanderer etwa gleich sind und es zu Verurteilungen kommt. Da die Erfolgsquote z.B. bei Tötungsdelikten gegen den Hauptverdächtigen extrem hoch sind, kann man davon ausgehen, das eine Anzeige etwa in 90% der Fälle für beide Gruppen korrekt ist.
3) Unter Strich bleibt folgendes: Zuwanderer machen 2% der Bevölkerung aus und ihr Anteil bei Tötungsdelikten liegt mit großer Wahrscheinlichkeit bei 10–14%. Ich möchte betonen, dass vor Allem die Intensivtäter das Problem sind und 98% der Flüchtlinge sich genauso verhalten wie Deutsche. Die Frage bleibt ob man nicht diesen hohen Tötungsanteil hätte verhindern können, indem man rigoros Personen mit Intensivtäterstatus- oder Potential abschiebt.
1) Bei Tötungsdelikten/Mord wird so oder so ermittelt, da brauch[t] es keine Strafanzeige seitens eines Bürger[s]. Von daher ist das Anzeigeverhalten[,] für diese Kategorie zumindest[,] absolut [ir]relevant.
2) Ja[,] es sind “nur” Anzeigen, aber sie sind ein eindeutiger Indikator, wenn man davon ausgeht, dass Ermittlungen für die Gruppen Deutsche und Zuwanderer etwa gleich sind und es zu Verurteilungen kommt. Da die Erfolgsquote z.B. bei Tötungsdelikten gegen den Hauptverdächtigen extrem hoch [ist], kann man davon ausgehen, das[s] eine Anzeige etwa in 90% der Fälle für beide Gruppen korrekt ist.
3) Unter [dem] Strich bleibt [F]olgendes: Zuwanderer machen 2% der Bevölkerung aus und ihr Anteil bei Tötungsdelikten liegt mit großer Wahrscheinlichkeit bei 10–14%. Ich möchte betonen, dass vor [a]llem die Intensivtäter das Problem sind und 98% der Flüchtlinge sich genauso verhalten wie Deutsche. Die Frage bleibt[,] ob man nicht diesen hohen Tötungsanteil hätte verhindern können, indem man rigoros Personen mit Intensivtäterstatus- oder Potential abschiebt.
Ist ihnen oft langweilig?
Ich hab mich totgelacht !! Danke dafür!
Schön, dass Sie so aufpassen. Es gibt aber keinerlei Interesse, diese Zahlen so zu lesen und zu interpretieren, wie sie klar aussagen. Stattdessen werden folgende Argumente angeführt: “Ausländer werden eher angezeigt als Deutsche” oder: “In den Zahlen sind die Delikte, die nur Asylanten betreffen können, enthalten.” oder wie hier: “Mehr Menschen bedeuten auch mehr Straftaten.” Und wenn Polizeibehörden neuerdings zur Straftatenstatistik in Deutschland Stellung nehmen, heißt es: “Die Zahl der Delikte ist in den letzten Jahren sogar deutlich zurückgegangen.”
Dieser sonderbare Umgang mit Fakten von offiziellen und medialer Seite sollte uns Bürgern, die eine freie Meinung und noch dazu eine von korrekten Tatsachen haben wollen, sehr zu denken geben. Ich jedenfalls lasse mir doch keine Wahrnehmungsstörung einreden. Und wenn die Autoren dieser höchst varianten Auslegungen von Wahrheit glauben, damit etwas gegen den drohenden Extremismus zu tun, kann ich nur sagen: Wenn sich dieser Extremismus einmal durchsetzen sollte, dann haben diese Autoren den Löwenanteil daran!
Meiner Meinung nach, werden absolut nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und der richtige Schluss wäre gewesen: Stimmt.
Da die Aussage lediglich ist, dass Flüchtinge, die nach Deutschland kommt proportional krimineller sind als wir Deutschen, spielt das Durschnittsalter keine Rolle. Natürlich stimmt es, dass junge Männer überall auf der Welt die meisten Straftaten begehen und sehr viele Flüchtlinge junge Männer sind; dennoch hat es nichts mit der Aussage zu tun, da es nicht um das Herkunftsland oder sonst irgendwas geht, sondern lediglich um alle Flüchtlinge zusammen. Das viele davon junge Männer sind ist vielleicht eine Rechtfertigung aber dennoch kann man sagen, die Aussage stimmt.
Das Ausländer öfter angezeigt werden als Deutsche, wozu es wahrscheinlich keine wirklichen Beweise gibt, doppelt so oft wie oben geschrieben, würde immer noch bedeuten das 2 Prozent der Bevölkerung 4 Prozent aller Straftaten, anstat 8 Prozent wie oben geschrieben, verüben würden.
Das viele Flüchtlinge keine Perspektive haben, sie unter nicht guten Bedingungen leben müssen und gestresst sind; vorallem andere Flüchtlinge angreifen, widerlegen in keinster Weise die Aussage, Flüchtlinge seien im Durchschnitt krimineller. Lediglich zeigt es schwächen eines wahrlich nicht perfekten System und ist eventuell eine Folge dessen.
Deshalb ist die Aussage: “Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche” absolut richtig. Korrekter wäre es wahrscheinlich zu sagen:“Flüchtlinge, meistens junge Männer die oft wenige Hoffnungen, Perspektiven und Bildung haben, durchschnittlich etwas öfter angezeigt werden im Vergleich zu Deutschen, begehen proportional mehr Straftaten.”
Gezählt wurden alle Straftaten, auch die asylbedingten Straftaten, für die ein Deutscher nie in Betracht kommt, weil er kein Asyl in Deutschland beantragen muss. Wegen Verlust von Ausweispapieren oder falscher Aussage zu seinen Asylgründen kann kein Deutscher belangt werden. Wiederholte Benutzung des ÖNPV ohne gültiges Ticket machen zwar auch Deutsche aber nicht regelmäßig. Ladendiebstahl, wird bei Deutschen oft, durch Zahlen einer “Gebühr”, nicht zur Anzeige gebracht. Bei Flüchtlingen wird in fast jedem Fall die Polizei geholt, bei deutschen Tätern seltener, besonders wenn sich Täter und Opfer kennen.